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Auszugstag – Raus hier! Oder My home is meine Burg!

Also – ich weiß ja nicht wie das bei euch so ist; aber meine Mitbewohner suche ich mir immer noch selbst aus!

So ein legaler Mitbewohner ist neben meinem GG unsere rote Pelznase.

Allerdings – die Mitbewohner, die sich diesen Sommer bei uns breitmachen wollten – gegen diese illegale Einwanderung kann Frau nur schwerstes Geschütz auffahren…

Und dabei hat alles soooo harmlos angefangen.

Nach den ersten heißen Sommertagen hingen mein GG und ich abends ziemlich groggy auf der Couch und haben uns berieseln lassen. Unser Herr Kater lag pennend daneben.

Friede…

Aber leider hielt der nicht lange.

Plötzlich riß es unseren Kater hoch, ein Satz auf das Sideboard und gespannte Aufmerksamkeit in Richtung Zimmerdecke.

Dumm war nur, daß er sich beim Springen meine Oberschenkel als Sprungbrett ausgesucht hatte und nun hatte ich ein paar heftige Kratzer auf denselben. Klar, daß ich not amused darüber war – brennt so schön.

Unseren Herrn Kater scherte das allerdings nicht. Unbeeindruckt von meinem Geschimpfe sah er weiter zur Decke und schien zu überlegen, wie er da hochkäme.

Dieses Spielchen wiederholte sich ein paar Tage lang, ohne daß wir wußten, was für Geister er da jagte. Irgendwie beschlich uns schon das Gefühl: Der will uns dressieren! Weil – Katzen haben nun mal ihren eigenen Kopf und wer hört schon auf sein Personal – äh, Dosenöffner?

Doch irgendwann hörten wir dann auch was – es „kratzte“ irgendwas in unserer Decke. Nun muß ich dazu sagen, daß das Haus in dem wir leben sozusagen eine Ururgroßoma ist – es hat nämlich seine hundert Jahre schon auf den Ziegeln und hat, wie es damals so üblich war, eine Holzbalkendecke.

Und im Zuge des Energiesparwahns haben wir die Geschoßdecke gedämmt und mit Pannelen abgehängt (Damit die Steinwolle oben bleibt.)

Der erste Impuls: Scheiße – Mäuse!

Von wegen Otto!!! Es waren … geflügelte „Mäuse“ mit gelb-schwarzen Ringelhosen… WESPENALARM!

Die Wespenmama war fleißig gewesen und hatte die erste Generation ihrer Kinderchen aufgezogen, die sich jetzt ausgerechnet unser Wohnzimmer als Ausflugschneise ausgesucht hatten.

Ogottogottogott!

In Scharen machten die aufdringlichen Piekser unser Wohnzimmer unsicher – vor der Glotze abhängen war da nicht mehr drin! Da hilft nur eins: 112, da kriegst du geholfen.

Der Typ von der Feuerwehr hat erst gedacht, wir würden ihn veralbern.

Ein Wespennest in einer abgehängten Holzdecke – wie soll denn das gehen?

Keine Ahnung – die Brut hockt da halt drin!

Aha.

Und öh – wie viele sind unterwegs?

TAUSENDE! (mindestens)

Ja, da können wir aber nichts mehr machen!

-??

Sie müssen halt so lange aus dem Wohnzimmer draußen bleiben; bis die Wespensaison rum ist!

Öh – geht’s noch?

Schließlich kam er doch noch - der Herr Feuerwehrmann war neugierig; weil sowas – sowas hat er in seiner langen, langen Laufbahn bei der freiwilligen Feuerwehr noch nicht gehabt – DAS mußte er sich nun doch mal ansehen!

Er kam, sah – und packte eine Riesendose Wespenvernichtungsspray mit. Gemeinsam mit meinem GG bohrte er ein Dutzend Löcher in die Pannelen und „impfte“ die Decke ausgiebig.

Und siehe da – es wurde still…

Nicht zuletzt, weil ich von dem Zeug Kopfweh gekriegt habe und mich eine Woche aus dem Wohnzimmer raushalten mußte. Mein GG hat nicht drauf reagiert – komisch, sonst ist er doch immer so empfindlich! – und hat es genossen, eine Woche lang der Herr der Fernbedienung zu sein.

Der Flugverkehr hörte auch allmählich auf – ab und zu tauchte noch mal ein Flugobjekt auf (die machten allerdings einen schwer besoffenen Eindruck)

Puuh – es war uns nicht unrecht, daß es dieses Jahr keinen sooo heißen Sommer gab; sonst wären wir nicht so glimpflich davon gekommen.

Am Wochenende war es jetzt soweit – Auszugstag für illegale Einwanderer und Mitbewohner!

Der Feuerwehrfuzzi hatte nach Geräuschanalyse geschätzt, daß die Wespenburg eine Ausdehnung von ungefähr einem bis eineinhalb Quadratmeter hätte; was bedeutet: Viiiel Arbeit! Denn nicht nur die Decke ist gedämmt – nein, auch die Außenwand.

Alles muß runter – und dann auch wieder drauf! (Stöhn) Ich wollte gar nicht dran denken, wie lange wir beim Drannageln gebraucht hatten; so gerade sind die Wände und die Decke nun auch wieder nicht.

Aber es hilft ja alles nichts.

Vorsichtig wie die Igel haben wir uns ans Werk gemacht.

Mein lieber Herr Gesangsverein!

Es hat uns gegraust.

Nicht nur, daß so ungefähr zweihundert Leichen beim Pannele-Wegmachen runtergefallen sind; in jeder Ritze haben die Viecher gesteckt! Der Hammer war die Elektroverteilerdose – die war voll bis zum Rand.

Und gemeinerweise mußten die Biester auch noch zum Gotterbarmen stinken: nach vergammeltem Honig und alten Käs-Fuß-Socken.

BÄÄÄÄH!

Zum Abgewöhnen – ich habe die Duftnote immer noch in der Nase.

Die halbe Wand- und Deckenfläche später hatten wir  uns dann zur Wespenburg vorgearbeitet und dabei festgestellt, daß die Geschoßdecke hohl ist  – und das Nest schon ziemlich alt war. Dreistöckig und pro Wabe fünfunddreißig auf dreißig Zentimeter groß.

Und nur, weil wir die Decke gedämmt haben, konnten die Wespen aus der hohlen Decke raus – die Biester haben sich durch ein Dübelloch gefressen und sind dann in den Rillen auf der Rückseite der Pannelen rumspaziert – das war das „Kratzen“, was wir gehört hatten.

Bei der Inspektion der Decke haben wir dann noch drei kleine Nester gefunden, die wir auch gleich rausgeworfen haben. Mittels zwei großen Dosen Bitumen Dachdichtmasse hat mein GG sämtliche sicht- und erreichbare Löcher und Ritzen zugekleistert – die kommen hier nicht mehr rein!

Nach zwei Tagen waren wir mit dem Wieder -Drannageln dann fertig – hoffentlich war das die letzte Aktion dieser Art.

Ich habe mich bei höherer Instanz auch schon herzlich bedankt und ein großes Kerzchen angezündet – das hätte nämlich auch anders ausgehen können.

Eins steht jedenfalls fest – bei der nächsten Dämmaktion gucken wir VORHER in die Decke!

9.11.10 00:57
 


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