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Innerbetriebliche Kommunikation - wir LIEBEN sie!!!

Kennt jemand den:

Ein Mann ein Wort, eine Frau ein WÖRTERBUCH?

Oder –

auch beliebt: Weibern muß man(n) das Maul extra totschlagen, wenn sie heute mal gestorben sind…

Naja.

Solche Platitüden stammen garantiert von irgendwelchen Sackträgern, die nicht in der Lage sind, zwei Worte sinnvoll miteinander zu verknüpfen und deren Beitrag zu einer Unterhaltung aus HÄ?, KANN SEIN, WEISS NICHT,  IST NOCH BIER IM KÜHLSCHRANK und PSSSSST – SPORTSCHAU LÄUFT besteht.

Diese überragende Art der Konversation bestätigt anscheinend das alte Vorurteil, daß Frauen deshalb gut gebaut und hübsch – aber bitte bitte nicht klug – sein sollen, weil MANN besser gucken kann als denken ??!

Nur weil im Oberstock kein Licht brennt, ist man(n) noch lange nicht COOL.

Zugegeben – bei solcherlei Kommunikation ist frau manchmal richtig froh, wenn man(n) sie nicht zutextet.

Gottseidank habe ich mit meinem GG in dieser Beziehung das ganz große Los gezogen – wir unterhalten uns immer noch so viel und interessant wie zu Anfang unserer Beziehung, wo wir ganze Nächte durch gequatscht haben; über Gott und die Welt, interessante philosophische Betrachtungen genauso angestellt haben wie hitzige und leidenschaftliche Diskussionen über Politik oder das Liebesleben der Maikäfer.

Und dann – mein GG hat einen genauso herrlich schrägen Humor wie ich und liebt (und macht) hintergründige Sprüche, die man halt so oder so verstehen kann…

Mein GG ist halt einfach cool!

Aber was richtig, richtig übel ist, ist ein Kerl, der das Maul nicht halten kann und der anscheinend den lieben langen Tag immer wieder mal ‚5 Minuten findet‘ um das geneigte Publikum mit sozusagen druckfrischen  NEUIGKEITEN zu versorgen – wenn frau dem, wie es auf neudeutsch so schön heißt ‚feedback‘ aus anderen Abteilungen trauen kann.

Ich gebe es ja zu: ein bißchen Tratsch ist nicht zu verachten – es macht schon Spaß, so Ab und An einem anderen hinter dessen Rücken denselben zu waschen.

Manchmal bin ich schon eine Lästerschwester – aber ehrlich, nur eine ganz klitze-klitze-kleine und … aber bitte mit Stil und Hirn!!!!! Es gibt nichts Schlimmeres als tumbes Hergeziehe und plumpe zweideutige Sprüche (die leider meist ziemlich eindeutig sind) auf dem Niveau einer Küchenschabe. – Wobei, sooo dumm können die ja eigentlich gar nicht sein, denn sonst würden die nicht in Scharen die chemischen Keulen überleben, die die Krone der Schöpfung seit Jahrzehnten freizügig schwingt um die unbeliebten Krabbler endlich und endgültig loszuwerden.

Egal.

Auf jeden Fall bin ich mit einem solchen Typen gestraft – frei nach dem Motto: hast du liebe Bekannte / Kollegen / Freunde etc, dann freue dich; … denn dann brauchst du KEINE Feinde!

Es nervt! Er nervt! Bitte einen großen Kübel mit EISWASSER!!!

Gretchenfrage: wofür bekommt man Gehalt?

..?!

… Keine Ahnung?

Kleine Hilfe: Pflichten aus dem Arbeitsvertrag!

…?!

… Immer noch keine Ahnung?

Noch ein Hinweis: Erledigung von Aufgaben!

…? …!!!

Aha, es hat geklingelt.

Leider ist aber der Akku von dem Wecker ziemlich schwach, denn die Erkenntnis hält leider nicht mal einen ganzen Tag vor.

Um mal eines ganz klar zu sagen: Ein Betrieb ist ein Uhrwerk, wo ein Rädchen ins andere greifen muß, damit die Zeit richtig angezeigt werden kann. Und das funktioniert nur, wenn die Rädchen die richtige Übersetzung haben und in der Größe zueinander passen.

Weniger abstrahiert: achtundneunzig Prozent des Erfolges basieren darauf, dass man mit seinen Kollegen gut ‚kann‘; sich also versteht und dazu gehören auch einmal eine private Bemerkung oder ein bißchen Smalltalk; oder noch anders ausgedrückt: ohne persönliche Beziehung läuft nichts.

Wie war das doch gleich: Eine Hand wäscht die andere – wobei entweder beide schmutzig werden oder man alle anderen einseift.

Noch ‚nen Spruch: Gemeinsam sind wir unausstehlich!

Aber um es ganz deutlich zu sagen: die Betonung auf dem ausleben der persönlichen Beziehung im Betrieb liegt unzweifelhaft auf AUCH EINMAL und nicht täglich überwiegend!

Ein Schwabe würde das so ausdrücken: Jetza - Mach norre Kerle und halt dei‘ Maul, du wirscht da net für’s schwätze g’zahlt, sondern für’s schaffe!

Aber irgendwie – manche lernen’s nie.

In Zeiten von fast ausschließlich befristeten Arbeitsverträgen sollte man es sich zweimal überlegen (sofern man noch in der Befristung ist), ob man ALLE Betriebsangehörigen an Freud und Leid seines Lebens, der Ehe oder sonstigen Unbillen teilhaben läßt.

Wohlgemerkt: Noch hat keiner von uns einen Strichcode auf dem Arsch und einen Schalter am Hals – noch sind wir fühlende Wesen, die ab und zu ein emotionales Ventil brauchen; und da wir so ungefähr dreiviertel unserer ‚wachen‘ Zeit (das sind immerhin fünfundsiebzig Prozent) bei der Arbeit verbringen, platzt der emotionale Kessel, der neben Beziehungsstreß und Ärger mit dem Finanzamt auch Theater mit dem Vermieter, Zoff mit den lieben, pubertierenden Kleinen (um mal eine Auswahl zu nennen) enthält,  meist unweigerlich auch dort. Das weiß jeder und es hat auch niemand was dagegen, sofern es sich im normalen Rahmen hält.

Und ich kenne einige, die verstehen sich mit ihren Kollegen besser als mit ihrer 'Freizeitbeziehung' zu Hause!

Aber wenn du einen hast, der sehr ausdauernd am Tratschen ist, dann kriegst du irgendwann die Krise!

Ein HALBES! Jahr hat er jeden, aber auch wirklich jeden mit Geschichten aus dem Paulaner Garten – äh, seiner Partnerschaftskatastrophe – ‚beglückt‘. Erst war alles eitel Sonnenschein, doch dann brach die Hölle über ihn herein, in allen Variationen, zig verschiedenen Versionen (Hannes Wader sang mal so treffend: Heute hier, morgen dort…, die Partnerin ergriff das Hasenpanier (Warum wohl, kann ich ja gar nicht verstehen… er übrigens auch nicht!), dann wieder ein neuer Versuch, der endgültige Bruch und Auszug.

Der absolute Hammer ist aber, dass er jedem sein ganz persönliches Canossa unter dem Siegel der Verschwiegenheit berichtet – und nicht mitkriegt, dass – und wie - die Mädels und die Jungs hinter besagtem Rücken über ihn herziehen.

Mann o Mann.

Mein seliger Vater pflegte über solche Typen zu bemerken, dass sie mal einen leichten Tod hätten – schließlich bräuchten sie keinen Geist aufgeben.

Fatal an der Sache ist nur, nachdem jetzt das häusliche Fiasko die Gewöhungsphase – wir erinnern uns; der Mensch gewöhnt sich an fast alles! – verlassen hat und Alltag geworden ist, hat sich der Fokus auf andere Dinge ausgerichtet; sprich es werden Interna der eigenen und anderer Abteilungen im Haus kolportiert.

Das hat natürlich ganz klar einen Vorteil: Willst du, dass etwas superschnell bekannt wird, so mußt das nur beiläufig an besagter Stelle fallen lassen. Es dauert nicht einmal einen Tag, bis es überall bekannt ist. Bekanntlich haben Gerüchte und Tratsch schnelle und vor allem viele Füße – da würde jeder Tausenfüssler vor Neid erblassen!

Aber es hat auch einen entscheidenden Nachteil: wer schon mal stille Post gespielt hat, weiß, dass spätestens beim sechsten Mitspieler aus: Mama hat eine schöne Perlenkette … Mama hat viele geile Kerle im Bette! wird.

Und es ist echt zum Kotzen, wenn du von anderen erfährst, was in der eigenen Abteilung so Sache ist – logisch, was mich betrifft, erfahre ich immer als letzte.

Verschärfend kommt dann noch dazu, dass die Fähigkeiten zur kritische Beschäftigung mit seiner eigenen Person nicht sehr ausgeprägt sind – Selbstreflektion ist ein Fremdwort – wie schreibt man das? und vor allem: WAS zum Teufel ist DAS??? Und sobald er auf das Thema angesprochen wird, reagiert er ausgesprochen unwirsch: DAS ist ja GAR NICHT WAHR!!!

Und was das Bübchen so beleidigt gucken kann! Goldig…

Es ist halt immer schlimm, wenn einer austeilen, aber nichts einstecken kann.

Ganz klar - im Eifer des Gefechts rutscht jedem mal was raus, was er besser nicht von sich gegeben hätte oder man schießt beim Sticheln deutlich über's Ziel hinaus.

Nobody ist perfect - aber wir arbeiten daran!

Immerhin hat er es jetzt geschafft, daß keiner mehr was sagt, weil die Zeit für diese Pappnase einfach zu schade ist – und wozu muss man sich von ihm anmachen lassen – letztendlich muss er selbst auslöffeln, was er sich da eingebrockt hat.

Der alte Grieche Sokrates hätte ihm diesbezüglich wahrlich einen guten Rat geben können: Genügt das, was du erzählen willst den drei Filtern?? => Ist es wahrhaftig? Ist es etwas Gutes? Ist es für mich nützlich; also muss ich es wissen?

Der Tratschhansel, der Sokrates über seiner Schüler das Ohr abkauen wollte, musste daraufhin zugeben, dass er es nur vom Hörensagen wisse und Nein!,  was Gutes sei es auch nicht. Sokrates‘ Kommentar zu diesem geschwätzigen Schüler: Wenn das, was du mir erzählen willst, etwas Schlechtes ist und du nicht einmal weißt ob es stimmt und mir das Wissen darum nichts nützt – warum um alles in Welt willst du es mir dann erzählen?

Ob es hilft, wenn man ihm die Geschichte als Audiodatei zumailt?

Aber ich fürchte, wir müssen weiterhin den Hintern zusammenkneifen und aufpassen, dass wir uns über wichtige Abteilungsinterna nur unterhalten, wenn er nicht in der Nähe ist.

Denn leider sitzt sein Verstand zwischen den großen Zehen.

Eine Frau würde den Wink mit der Audiodatei hundertprozentig kapieren…

8.10.10 22:13
 


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